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Psychotherapeutisches Propädeutikum A-PP

Wiener Psychoanalytische Akademie am 18.11.2011
 
Im April startet der erste Lehrgang

Das Psychotherapeutisches Propädeutikum A-PP ist eine Einrichtung des Departments „Klinik und psychosoziale Arbeitsfelder“ der Wiener Psychoanalytischen Akademie und die erste Stufe der zweiteiligen Ausbildung zum Psychotherapeuten/zur Psychotherapeutin. Sie ist Voraussetzung für den zweiten Teil, die psychotherapeutische Fachausbildung (Fachspezifikum) in einer in Österreich anerkannten Psychotherapierichtung. Der erfolgreichem Abschluss beider Ausbildungsschritte führt zur Eintragung in die PsychotherapeutInnen-Liste im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und berechtigt zur Berufsausübung.

PROFIL DES PROPÄDEUTIKUMS A-PP

Das A-PP erfüllt die gesetzlichen Vorgaben des Psychotherapeutischen Propädeutikums. Durch das Angebot der Wahlfächer bietet es einen Einblick in psychoanalytische Denkweisen. Viele der Lehrenden sind PsychoanalytikerInnen, damit eine psychoanalytische Haltung vermittelt werden kann. In den Lehrveranstaltungen sollen die Prinzipien des sozialen Lernens erlebbar werden. Zu den didaktischen Formen des Unterrichts gehören Vortrag, Gruppenarbeit, Selbststudium, Demonstrationen und Diskussionen.
Die Selbsterfahrung ist frei zu wählen, wobei empfohlen wird, eine Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung bei PsychoanalytikerInnen zu machen.
Die Selbsterfahrung in der Gruppe und die Gruppensupervision des Praktikums erfolgt durch PsychoanalytikerInnen, sodass einige Anwendungen der Psychoanalyse erlebbar werden. Für die Absolvierung des Praktikums gibt es eine Liste der vom BMG anerkannten Praktikumseinrichtungen. Die Gruppensupervision des Praktikums ist obligatorisch innerhalb des A-PP zu absolvieren. Als zusätzliches Angebot wird es eine aktive Unterstützung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz geben.

ZIELSETZUNG UND LEHRZIELE

Das Psychotherapeutische Propädeutikum setzt sich aus einem theoretischen (765 Stunden) und einem praktischen Teil (550 Stunden) zusammen.
Aufgabe und ...
Quelle: Wiener Psychoanalytische Akademie Newsletter 18.11.2011

Sprechen wir von Sexualität, denken wir diese vom Standpunkt der Erwachsenen aus. Das Konzept der infantilen Sexualität beschäftigt sich mit Prozessen am Beginn des Lebens, es markiert aber auch den Beginn der Psychoanalyse, die ohne diesen Ansatz nicht denkbar geworden wäre.

Was ist sexuell an den kindlichen Wunschproduktionen - lange vor der geschlechtlichen Reife? Wie gerät sie mit den Vorstellungen der Erwachsenen durcheinander? Was ist das Psychische am Sexuellen und warum dreht sich in der Psychoanalyse soviel darum?

Im Spannungsfeld von Natur und Kultur, innerer Welt und äußerer Realität strukturiert sich die Psyche entlang der Triebschicksale des infantil Sexuellen, das in allem Erleben und Handeln wirkt und als Gegenstand von Abwehr, Widerstand und Übertragung den Kern des Unbewussten bildet.

DIERCKS, Christine / SCHLÜTER, Sabine (Hg.)
Psycho-Sexualität
Sigmund Freud-Vorlesungen 2010
340 Seiten Format 15 x 24
24.90 € | 37.90 Chf
ISBN: 978385476-370-3 ...

Freitag, 5. November 2010 um 20.15h

Wiener Psychoanalytische Vereinigung
Salzgries 16/3
1010 Wien

Die Vorstellung ist weit verbreitet, dass Freud ein kalter, sogar tyrannischer
Vater war. Die Briefe, die er an seine Kinder geschrieben hat, belehren uns
eines Besseren. Zwar stand der viel beschäftigte Mann seinen Söhnen und
Töchtern im Alltag nicht zur Verfügung, aber ein erklärtes Prinzip gab es im
Hause Freud: In der Not konnten sich die Kinder an den Vater wenden und
hatten Anspruch auf seine Hilfe. Es gibt tief berührende Briefe, in denen er
ihnen in Zeiten der materiellen Unsicherheit, Krankheit oder Verzweiflung seine
Unterstützung gewährte. Freud nahm seine Söhne, Töchter und Enkel ganz
ernst. Nie trat er ihnen moralisierend entgegen. Die irdisch-handfeste
Humanität, die er im Umgang mit seinen Kindern zeigte, hat auch sein Werk,
die Psychoanalyse, geprägt.

Dr. Michael Schröter, Soziologe und Historiker in Berlin, Herausgeber der
Zeitschrift Luzifer-Amor, hat die Edition von Freuds Kinderbriefen besorgt
(Sigmund Freud: „Unterdeß halten wir zusammen“. Briefe an die Kinder. Berlin:
Aufbau Verlag 2010). Er wird den Band vorstellen und einige Kostproben
daraus vorlesen.

WOLFGANG MARTIN ROTH, JOSEF SHAKED, HELGA FELSBERGER (HG.)

Die analytische Großgruppe
- Festschrift zu Ehren von Josef Shaked

Österreichisches Jahrbuch für Gruppenanalyse, Band 4
facultas.wuv 2010, 154 Seiten, broschiert
EUR (A) 19,90 / EUR (D) 19,40 / sFr 32,90
ISBN 978-3-7089-0643-0

Das Österreichische Jahrbuch für Gruppenanalyse
erscheint jährlich und dokumentiert das Symposium der
Fachsektion „Gruppenpsychoanalyse“ des Österreichischen
Arbeitskreises für Gruppentherapie und Gruppendynamik (ÖAGG).

Seit den 1970er-Jahren findet die Beschäftigung mit dem Ereignis Großgruppe unter GruppenanalytikerInnen besonderes Interesse. Analytische Großgruppensitzungen werden als Instrument der Selbsterfahrung und Erforschung von Kommunikations-, Sozialisierungs- und Veränderungsprozessen geschätzt und sind ein idealer Ort soziokulturellen
Lernens.

In Österreich sind die Begriffe „analytische Großgruppe“ und „Großgruppenleitung“ untrennbar mit dem Namen Josef Shaked verbunden. Sein 80. Geburtstag war Anlass, sich mit unterschiedlichen Sichtweisen der Großgruppe und den zugrunde liegenden theoretischen Ansätzen auseinanderzusetzen.

Der Band gibt zudem einen Überblick über die Möglichkeiten und Vorzüge von analytischen Großgruppen in der Arbeit von therapeutischen Gemeinschaften,
in psychotherapeutischer Aus- und Fortbildung und in der Organisationsentwicklung. ...

SIGMUND-FREUD-VORLESUNGEN 2007
Die großen Kontroversen der Psychoanalyse

Herausgegeben von Christine Diercks und Sabine Schlüter
Wien: Mandelbaum Verlag 2009
Broschiert: 381 Seiten
Preis: 24.90 €
ISBN: 978-3854762904

Die großen Kontroversen in der Psychoanalyse waren das Jahresmotto der Sigmund Freud-Vorlesungen 2007. Dieser Band thematisiert jenen unabschließbaren, fruchtbaren Streit, der in bester wissenschaftlicher Tradition auch die Geschichte der Psychoanalyse von Anfang an durchzieht. Diese Auseinandersetzungen haben bis heute eine essentielle Funktion bei der Generierung und Erprobung theoretischer und klinischer Neuerungen. Folge davon sind nicht nur die bekannten Abspaltungen. Im Feuer dieser wissenschaftlichen Streits wird in der Psychoanalyse auch immer wieder zusammengehalten, was in oft recht divergenten Schwerpunktsetzungen entwickelt wird. Über Prüfung, Verwerfung oder aber Integration in den schon bestehenden sperrigen Theoriekorpus formt sich, was man in einem gegebenen Zeitraum unter Psychoanalyse versteht. Diese Auseinandersetzungen werden von realen Personen in einer jeweils ganz spezifischen individuellen, kulturellen und historischen Situation ausgetragen. Das Wissen darum ist für das Verständnis der Debatten unerlässlich.

AutorInnen: DIERCKS, Christine / SCHLÜTER, Sabine (Hg.)

Christine Diercks ist Fachärztin für Psychiatrie, Psychoanalytikerin in freier Praxis, Lehranalytikerin, Vorsitzende der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung sowie Mitglied des Seminars Psychoanalyse und Kino der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung.

Sabine Schlüter, Studium der Geschichte und Publizistik, bis 2005 Programmleiterin für Gesundheitsberufe im Verlag Facultas, seither freie Lektorin für wissenschaftliche Publikationen, Kandidatin im Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse, Mitglied der Arbeitsgruppe Geschichte und Psychoanalyse an der Universität Wien. ...
Quelle: Wiener Psychoanalytische Akademie

Führen und Beraten in Organisationen aus psychoanalytischer Sicht

Sigmund Freud selbst hat mit der Psychoanalyse auch das Verhalten in Gruppen, Institutionen und Gesellschaften beleuchtet. Die Wiener Psychoanalytische Akademie hat jetzt einen völlig neuartigen, berufsbegleitenden Lehrgang ins Leben gerufen. Betreut von einem internationalen Expertenteam setzen sich die TeilnehmerInnen mit Führung und Beratung aus psychoanalytischer Sicht auseinander. In neun kompakten Wochenendmodulen wird ein Verständnis für das Emotionale und das Unbewusste in Organisationen und dessen fördernde oder auch hemmende Wirkung auf Arbeitsprozesse vermittelt. Kostenloser Infoabend 14. Oktober, 19:00, Wiener Psychoanalytische Akademie.

Gerade in Krisen- und Stresssituationen ist die Förderung rationaler Planungs- und Entscheidungsmuster im Unternehmen wichtig. Irrationale und ineffiziente Prozesse sollen sichtbar, besprechbar und damit steuerbar gemacht werden.

"Überall, wo Menschen mit Ihren Emotionen an einer gemeinsamen Sache arbeiten, gibt es rationale und irrationale Prozesse", sagt Univ. Prov. Dr. Gertraud Diem Wille, Mitglied der Lehrgangsleitung. "Mit der Anwendung moderner psychoanalytischer Ansätze können wir das emotionale 'Innenleben' einer Organisation betrachten. Uns interessiert, an welchen Stellen es zu Reibungsverlusten im Unternehmen kommt. Welche Themen und Ereignisse sind so konflikthaft, dass ein Nachdenken darüber nicht möglich ist? Sie dürfen nicht ins Bewusstsein dringen, können nicht thematisiert werden und machen sich in der Folge als dysfunktionale Prozesse nach außen hin bemerkbar. Erst mit einem erweiterten Blick auf das Unbewusste im Team können diese Prozesse verstanden und konstruktiv bearbeitet werden."

Das Ich sei "nicht Herr im eigenen Haus" - mit diesem Gedanken revolutionierte Sigmund Freud unser Bild von der menschlichen Psyche. Gemeint ist, dass dem Menschen ein mehr oder minder großer Teil der inneren Abläufe unbewusst bleibt. ...
Quelle: Wiener Psychoanalytische Akademie


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